Mittwoch, 22. Dezember 2010

Zahnschmerzen statt Schuhe in Singapur

Nachdem wir also mit Silke und Lars erst 4 herrliche Tage in Koh Tao und dann nochmal 4 ebenfalls strandig entspannte Tage in Kao Lak verbrachten, ging es nach Phuket. Von dort aus hatten wir einen billigen Flug nach Singapur ergattert. In Phuket schliefen wir in dem Hostel in dem Leonardo DiCaprio auch im Film "The Beach" schlief. Dieser Ruf ist dann auch schon alles wovon diese Absteige heute noch existieren kann. An Schlaf war leider auch nicht zu denken da wir auf unserer bis dahin 18 monatigen Reise nun das erste Mal Kontakt mit Bettwanzen hatten...

Wer Städtetrips und tolle Architektur mag, sollte nach Singapur fahren! Tolle Stadt! Würde ich das Landleben nicht so lieben, wäre Singaur eine echte Alternative. Es ist sauber, die Menschen freundlich, ein wenig wie Japan, nur das man englisch spricht.

Auf einem unserer Entdeckungstouren entdeckte Markus (!) ein Schuhgeschäft “70% off”. Beim Blick hinein und Markus Reaktion wurde mir etwas klar: 70% off ist definitiv eine auf Männer abgezielte Werbung. Während die durchschnittliche Frau nicht mit Schuhprozenten gelockt werden muss, verhält es sich beim durchschnittlichen Mann jedoch anders. So haben sich schlaue Werbestrategen (wahrscheinlich Frauen) überlegt: Lockt den Mann mit Prozenten und täuscht ihm vor, er kann seine Frau glücklich machen, mit ihr in ein Schuhgeschäft gehen und dabei noch richtig Geld sparen. Bei Markus funktionierte diese Strategie und seine Reaktion “lass uns ma gucken” kam für mich überraschend aber schien vielversprechend. Beide fanden wir ein Paar schöne reduzierte Schuhe in der falschen Größe und ein Paar gute nicht reduzierte Schuhe in der richtigen Größe die wir am nächsten Tag holen wollten (merkt Ihr was?).

Nächster Tag. Markus ist seit ein paar Tagen schon auf Schmerzmitteln, da sein Zahn mir das Schuhding verderben will.

Direkt am Eingang vom 70%off Schuhgeschäft schlägt er zu. “Bine ich muss jetzt sofort zum Zahnarzt. Ich halte das jetzt wirklich nicht mehr aus”

So kam es dass ich mich statt mit neuen Schuhen, mit einem Plastikbecher voll Krankenhauswasser in der Eingangszone der Notaufnahme von Singapurs größtem Krankenhaus wiederfand.

Markus hat sich für seine Zahnschmerzattacke natürlich einen "public holiday" (Feiertag) ausgesucht und so waren alle Arztpraxen geschlossen. Im Nachhinein betrachtet vermutlich Schicksal da bei der Aufnahme im Krankenhaus routinemäßig der Blutdruck kontrolliert wird. "Sie haben extrem hohen Blutdruck, wenn Sie zurück in Deutschland sind sollten Sie damit mal zum Arzt gehen". Ein Satz der unser Leben nachhaltig verändern wird, wie sich später in Deutschland herausstellte.

Markus hatte übrigens eine Zahnwurzelentzündung und bekam reichlich Schmerzmittel. Vernachlässigt man auch hier den Kontakt mit Bettwanzen (was in Singapur auch in First-Class-Hotels ein Problem zu sein scheint) war Singapur diesen Abstecher wirklich Wert. So "genossen" wir den letzten Tag in Singapur bevor es am nächsten Tag per Bus nach Kuala Lumpur ging. Nur noch 5 Tage bis Heimflug...

Fotos Singapur

Dienstag, 21. Dezember 2010

Klatsch Klatsch Klatsch Klatsch oder Silke und Lars

Wie ich ja schon kurz erwähnt hatte, hofften wir auf eine nette letzte Begegnung auf unserer Reise. Und da waren sie: Silke und Lars.

Viele Stich-Worte:

- auf der Fähre Richtung Koh Tao gesehen und als nett empfunden

- an Land auf ihr Hotel angesprochen, Abfuhr von Lars bekommen, als blöd empfunden

- nach einem Alleingang nochmal Lars getroffen, er sagt wir könnten mit ihnen zu dem Hotel kommen, als nett empfunden

- mit Silke auf Lars und Taxi gewartet, als nett empfunden

- Beginn unserer Urlaubsliebe: auf der Ladefläche unseres Taxis

- geteilt: wundervollen Strand, leckeres Essen, Uno, perfekte Wassertemperatur, Taucherbrille, stürmische Katamaranfahrt zurück zum Festland (incl. Gebete ums Überleben), Friseurbesuch (nur die Frauen), Haarschneider (nur die Männer), eine richtig gute und lustige Zeit miteinander

Ach Ihr beiden, es war nicht leicht ohne Euch weiterzufahren. Und sorry Silke die Du immer im Uno gewonnen hast, dass Du in Eurer Zweierkonstallation wieder zur Verliererin mutiert bist *schadenfrohlach*.

Eure Lieblingsverliererin Bine

Sonntag, 19. Dezember 2010

Der erste Abend in Thailand – wie ein Gedicht ;-)

Ein Frosch hüpft über den unebenen Holzboden.

Katzen liegen gemütlich auf einem Gitarrenkoffer und lauschen der Musik einer Störgeräusch-unterlegten Gitarre, die die

freundlich mich anlächelnde und wohlgeformte thailändische Sängerin begleitet.

Ein Kind tuts dem Frosche gleich nur dass es krabbelt.

Markus spielt mit seinem Laptop, ich trinke ein Glass Spy Classic während ich ihn vertraeumt anschau.

Es geht mir gut..

Es ist angenhem warm.

In der Ferne steht eine Elefantenfigur und daneben ein goldener Buddha der mir zugrinst.

In ein paar Wochen wird das alles wieder vorbei sein..

Der Ventilator über unserem Tisch kann gradeso die Mücken fernhalten.

Und dieses Aquarium..vielleicht lieben die Fische ja das durch vorbeihuschende Bedinungen verursachte Wackeln..

Ich liebe diesen Freitagabend und wünschte er würde nie enden.

 

Einfach zur Erinnerung an einen ruhigen und nachdenklichen Abend..

by Bine

Samstag, 18. Dezember 2010

Und Arbeit hattse auch schon..

Heute live aus dem Wohnzimmer meiner Eltern. Ja, wir haben noch keine eigene Wohnung, aber morgen 2 Besichtigungen – drückt meinen Eltern und uns die Daumen :-)

Wo war ich? Oh erst in Saigon.
Vietnam fanden wir nicht so toll. Irgendwie stressig und die Menschen zu sehr auf Touristen getrimmt, in jeglicher Richtung. Außerdem übertreiben sie es mit der Geschäftstüchtigkeit ab und zu.

Daher geh ich mal über zu Kambodscha und erzähl von unserem Grenzübergang.

Wir hatten viel schlechtes bezüglich des Grenzübertrittes von Vietnam nach Kambodscha gelesen und gehört und gingen daher mit mulmigen Gefühlen am Morgen los. Erste Hürde war es, vom Hotel zum Bus zu kommen ohne von der Hoteltante verflucht zu werden, da wir ihren überteuerten Moped- und Busservice nicht in Anspruch nehmen wollten. Also losgelaufen. Kein Taxi in der Nähe wenn man eines will, dafür eine nette hilfsbereite Vietnamesin, die sich darum kümmerte. Am Busbahnhof wollten sie uns in einen Schrotthaufen stecken, nahmen uns die Rucksäcke ab und antworteten Markus nicht auf seine Frage, wann wir denn abfahren würden. Nach lautem Hinundher-Geschrei und einem lauten “Stop” meinerseits, machte Markus den Schreihälsen sehr deutlich klar (und ich meine seeehr deutlich), dass wir unsere Sachen wiederhaben möchten und wechselten zu einem richtigen Busunternehmen. Scheinbar wurden an diesem Morgen meine Gebete erhört und jemand schickte uns diesen netten Mann dank dem wir kostenfrei von der letzten Stadt in Vietnam zur Grenze, ohne Abzocke über die Grenze kamen und noch ein nur leicht überteuertes Taxi nach Kampot fanden. Laut Lonely Planet (ich weiss schon warum ich das Ding hasse) kommt man von der Grenze nur mit Mopeds oder TukTuks weg und auch nur so hin. Wasn Quatsch. Wenn man das Mailing-Busunternehmen wählt, wird man nämlich quasi bis an die Haustür gefahren und von der Grenze weg wäre an dem Tag mit Moped ein Riesenspass gewesen, da die Strasse einfach nur eine dicke Schlammpiste war.

Kampot war nach dieser “Anstrengung” einfach gemütlich. Markus als auch ich mögen kleine verschlafene Nester in denen man nicht viel unternehmen kann, so wurde aus unserer Kambodscharoute eine verschlafene-Nester-Tour. Wir zählen mal Battambang auch dazu. Sehr nett. Statt Siem Reap gab es das 1-Raum Museum von Battambang und eine Tagestour mit Besichtigungen von Minitempeln und einem weissen Höhlenelefanten und allem rund um dieses Städtchen. Das Geld was wir so sparrten, steckten wir dann in das Geckocafe (mit süsser Bedienung unter fairer Bezahlung) und tranken auf dem überdachten Balkon unter der Aufsicht von Geckos Cocktails bis wir davon eine ordentlich Touristentour hätten machen können ;-)

Am Tag unserer Abfahrt Richtung Thailand mit dem Ziel Laos, zwangen uns die Fluten die von Norden her anrückten unsere Route in Richtung Süden zu ändern.

Mittlerweile waren wir auch schon wieder eine lange Weile allein unterwegs gewesen und hofften insgeheim auf eine letzte nette Begegnung für zumindest einen Teil unserer verbleibenden Tage auf Weltreise..

Ich hol mir jetzt erstmal n Kaffee,

Bine

Ps: ja, ich arbeite seit dem 1.12.10..1 Bewerbung, 1 Gespräch, 1 Zusage. Mein Freund Basti nannte das effektiv.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Was die deutsche Bahn mit Saigon zu tun hat..

Ich sitze in der Bahn, der deutschen Bahn und mein Zug hat schon 10min Verspätung, also noch 5 mehr als angezeigt. Warum haben eigentlich immer die Züge Verspätung, die im Internet als pünktlich ausgewiesen sind..naja immerhin ist darauf Verlass.

Vielleicht haben sich einige nochmal auf unsere Seite verirrt und /oder warten noch gespannt auf unseren Asientext – Vietnam, Kambodscha, Thailand, Singapur und Kuala Lumpur (repräsentativ für Malaysia), die kann man nicht einfach so weglassen. Unter Umständen fragen sich gerade auch einige “wie deutsche Bahn?”

Ja wir sind zurück. Seit nun mehr als vier Wochen und..aber das ist eine eigene Geschichte.

Nun träum ich mich einfach mal weg vom Schnee zurück ins feucht-heisse kurz unglaublich schwüle Vietnam wo ich zum 1. Mal auf unserer Reise erleben konnte, wie sich so ein Kulturschock anfühlt.

Nach Japan (gesprochen mit langem aaaa und Wehmutseufzer) landeten wir in Saigon.

Dort verbrachten wir die 1. Nacht am Flughafen (draussen) weil wir zu geizig waren und uns ehm *räusper* nicht vorbereitet (“die letzten Wochen planst Du Bine!”), aber 20$ in die Stadt war uns zu viel und mit der Helligkeit wird erfahrungsgemäss auch das Taxi preiswerter. So kamen wir um 8Uhr für 7$ zu unserem Hotel.

Saigon war zunächst anstrengend, aber wenn ich zurückdenke irgendwie toll, möglicherweise weil ich total übermüdet mit Markus die Umgebung unseres Hotels erkundete und in einem netten Cafe einen riesen Pott Kaffee bekam. Dieser Morgen hatte eine ganz eigene Stimmung, zum Einen durch die vielen Menschen, die u.a. am frühen Samstagmorgen im Park gemeinsam tanzten und Sport trieben und zum Anderen wurde uns bewusst, dass das der Beginn unserer letzten Wochen auf Reise war.

Nach Japan war Saigon laut, staubig, voll von Mopedfahrern und einfach anders..

Da stockt dieser Text zum 1.Mal, da ich versuche mich an die Highlights aus 5 Wochen Asien zu erinnern und parallel der Zug in meine Haltestation einfährt. Gleich darf ich wieder in die Kälte. Kennt Ihr das, wenn man gern in die Kälte geht, weil sie einen so frisch und lebendig fühlen lässt? Wie auch immer..ich melde mich bald zurück, denn die Geschichte ist noch nicht zu Ende :-)

Bis bald,
Bine

Dienstag, 2. November 2010

And the winner is….JAPAN!

Schon nach einigen Stunden stand fest: Ich liiiiiebe Japan! Keine Ahnung ob man das nach gerade mal 8h in einem Land behaupten sollte, aber Japan - in diesem Fall Tokio - war einfach toll!

Wie alles anfing: Zwischen Landung und verlassen des Flughafens lagen genau 4 Minuten also incl. Zoll und Einreiseerlaubnis erhalten. Anderthalb Stunden später kam dann Martin (deutsch und bekannt aus “Volle Lotte” und unseren Kanadafotos) aus Kanada eingeflogen um nun die nächsten 15 Tage mit uns zu verbringen.

Das Bussystem checkten die Jungens ganz schnell, aber auf dem Weg von der Haltestation zum Hostel verliefen wir uns auf dem 6minütigen Weg ersteinmal gepflegt. Um 0:30 Uhr erreichten wir dann letztlich dank Taxi das Hostel und wurden von einer müden aber japantypisch-freundlichen jungen Frau in Empfang genommen..

Die nächsten Tage erkundeten wir Tokio, tranken heissen Kaffee aus der Dose (die japanische Form des “Coffee to go”), sahen einige Tempel und Disneyland (leider konnte ich Pluto nur aus der Entfernung sehen, da er den ganzen Tag bei der Halloweenparade mitarbeiten musste ;-)).

Warum Markus und ich Japan lieben?

Ich: Die Menschen sind soooo freundlich, es ist SAUBER und hygienisch, das Essen ist grossartig, die Leute von jung bis alt mit Stil gekleidet und überhaupt ist alles sehr stilvoll..

Hier nochmal im Einzelnen:

Die Japaner: sind freundlich! In diesem Land kommt man mit Nettigkeit und einem Lächeln weiter. Selbst wenn sie völlig von einem genervt sein müssten, da man kein Wort versteht, bleiben sie ruhig und versuchen einem weiterzuhelfen. Ich hatte zu jeder Zeit das Gefühl willkommen zu sein und es wurde weder extrem laut gesprochen noch hat man mir anderweitig das Gefühl gegeben, dass ich blöd bin, nur weil ich die Sprache nicht kann. Auf der Strasse gehen beide Entgegenkommenden einen Schritt zur Seite und kommt es doch zu einem Zusammenstoss oder einem Ausparkunfall z.B. vor dem 7/11-Supermarkt entschuldigen sich “schudige” Person (hier Markus) als auch die “Geschädigte”, dabei verbeugt man sich lächelnd. Keine Ahnung ob die Japaner überhaupt von der Existenz ihrer Ellenbogen wissen.

Essen: …hm…seufz…da kann ich sogar mal ne Weile auf ein Gehacktesbrötchen verzichten…lecker, stylisch und immer irgendwie mini.

Mini? Man kann es jogurthisch erklären: Während der Jogurth in Amerika (keine Ahnung ob es in Amerika überhaupt Jogurth gibt, aber wir stellen uns das jetzt mal vor), während man in Amerika nur der “grosse Bauer” bekommt, so bekommt man in Japan ausschliesslich Fruchtzwerge..Jedenfalls ist alles sehr fein geschnitten und zubereitet. Und man ist nach einem Mahl :-) immer GENAU richtig gesättigt.

Sauber und hygienisch: Japan speziell Tokio als Stadt ist sauber! Man könnte locker in einer weissen Hose auf dem Gehweg sitzen, man macht das jedoch nicht (man trinkt und isst auch nicht im Laufen)..und zu hygiensich fallen mir nur die Toilettenpantoffeln ein. Da man in den Wohnungen seine Schuhe auszieht, gibt es auf dem WC extra Toilettenschuhe quasi Hausschuhe fürs Klo :-)  - Markus hat nach seinem 1. japanischen WC-Besuch einen der grössten japanischen Fauxpas – im wahrsten Sinne des Wortes - mitgenommen und ist in den Klo-Pantoffeln durchs halbe Hostel gelaufen.

Ach Japan..

Hier darf ich sein wie ich wirklich bin, lediglich die Sprache bereitet mir Probleme ;-)..

Und für alle Kritiker: Auch Japan hat seine “Nachteile”. Ja die öffentlichen Toiletten (ohne Klopantoffeln ;-)) sind meistens noch traditionelle Löcher, 5 Tage Urlaub im Jahr – ohne Worte, das ständige “Unterwürfigkeit” ist nichts für den gemeinen Europäer und der Leistungsdruck bringt auch hier seine Schattenseiten mit sich. Meines Erachtens sind das offensichtlich Spielsucht (es gibt sehr viele Spielhallen und noch mehr Besucher) und Raucher, und nur vermuten kann ich mir Aufputscher und Alkohol. Jedoch bedeutet das für mich auch auf jeden Fall gute Jobaussichten ;-)..so nun nun geb ich aber ab an Markus, der sich in Japan das erste Mal in seinem Leben an Sushi rangewagt hat.

Ich (Markus) mag Japan weil alles furchtbar gut durchdacht, clever und effizient ist. Ausserdem haben die es geschafft, dass sogar eine Toilette einen Stromanschluss braucht um Funktionen wie Klobrillenheizung, Spülgeräuschsoundgenerator (Anmerkung Bine: für wenns ma lauter ist ;-)), automatischer Deckel- und Klobrillenhochklapper, Pobrause (fährt aus dem Klo) mit Warmwasser usw. einbauen zu können. Hier noch weitere Eindrücke:

Im Supermarkt gibt es Einkaufskörbe. Soweit nichts Ungewöhnliches. Aber für diese Einkaufskörbe gibt es auch so kleine Wagen wo man den Einkaufskorb drauf abstellen und umherschieben kann. An der Kasse nimmt man dann den Korb, stellt ihn aufs “Band” und die Kassiererin sortiert die Sachen in einen anderen Korb. Man spart sich also das alles-aufs-Band-legen-und-wieder-zurück-in-den-Einkaufswagen-tun.

Parkplatz: Man fährt über eine kleine Rampe die dann hochfährt, so dass man das Auto nicht mehr fortbekommt. Man geht dann in Ruhe einkaufen und wenn man wiederkommt zahlt man und die Rampe fährt wieder runter.

Nichts mit zum Parkautomaten laufen, Ticket ziehen, zurück zum Auto und lesbar hinter die Windschutzscheibe, einkaufen gehen und ständig darauf achten müssen pünktlich wieder am Auto zurück zu sein.

Und hier noch ein paar Beispiele in Stichworten:

- unser Bus fuhr planmässig um 11:32Uhr ab

- das Essen ist vor jedem Restaurant ausgestellt (siehe Fotos)

- selbst bei McDonalds sortiert man selber seinen Müll in vorgesehene Recyclingbehälter

- die Japaner achten und respektieren die Natur (Anmerkung Bine: vom Walfang mal abgesehen). Ausserhalb der Städte gibt es riesige Wälder

- an Tankstellen hängen die Tankrüssel von der Decke

- die Klamotten der Japaner sehen immer aus wie neu und alle haben sehr saubere Schuhe

- alles wird einem mit beiden Händen übergegeben, mit einer Hand wäre es unhöflich

- Wenn man vergleicht wieviel die Japaner auf engstem Raum unterbringen würde ich sagen dass vermutlich nur 10 Millionen Amerikaner in dieses Land passen würden

Nicht so schön ist, das wenn man nicht ’Autobahn’ fährt, wirken ganze Landstriche wie eine einzige grosse Stadt und es geht stundenlang nur im Schneckentempo voran.

Zusammenfassend können wir sagen, dass auf unserer Reise kein Land uns von den Menschen und deren Kultur uns so beeindruckt hat wie Japan…ist halt ne Hochkultur..

Japan wir vermissen Dich!

AND @ Ayumi&Yuta THANK YOU sooooo much for the GREAT TIME we spent together!

Zusammenfassung Japan

schönster Ort:
B&M: Koyasan

Highlight:
B&M: Ayumi, Yuta, Martin, Misa

nicht schön:
B: Loch-WCs ;-)
M: Verkehr ausserhalb der kostenpflichtigen Expressways

bestes Essen:
B&M: Ayumi´s Essen, Restaurant in Nichinan

must see:
B: Koyasan, Tokio
M: Shibuya Crossing

Arbeitsstage: 0

Kosten: für 15Tage Japan zu zweit 1740Euro

gelernt:
japanisch

Fotos Japan

Montag, 4. Oktober 2010

"Lass uns packen und fahren"

Es ist 2:32Uhr in der Nacht..der Campingplatz auf dem wir uns befinden ist gemuetlich, die Grillen zirpen und alle schlafen friedlich in ihren Zelten bis - MAAAEEEP! MAAAEEP! MAAAEEEP! - eine Alarmanlage losgeht. Kurz drauf kommt Markus panisch zurueck ins Zelt "Schnell lass uns packen und fahren!"...

Damit stand die Ueberschrift fuer unseren Australienabschlusstext denn ja, Markus loeste die -bis dahin nicht bekannte - Alarmanlage bei dem Versuch aus, das Auto leise zu oeffnen und ja wir verlassen Australien und damit ist auch zack buff, ein Jahr auf der Suedhalbkugel vorbei. Ab Donnerstag (der mittlerweile schon wieder ueber eine Woche hinter uns liegt) dreht sich die Welt wieder andersrum. Unser erstes Ziel in Asien lautet Japan worauf wir uns schon tierisch freuen. Aber vorher gilt es dem gemeinen Blogleser ein kurzes Bild unserer Eindruecke in Australien zu vermitteln. Wo fangen wir also an?

Mit wenig Geld, Neugier und ohne gueltiges Arbeitsvisum fuer Markus begann unsere Australienetappe. Schon nach wenigen Tagen waren wir von der Vielfalt der Tierwelt angetan. Zudem schienen die Australier ein nettes und lockeres Voelkchen zu sein die sich hier einen schoenes Fleckchen Erde unter den Nagel gerissen hatten.

Diese anfaengliche Liebe zu Australien - hauptsaechlich gepraegt durch die Tiere, Tasmanien, den Sueden und Rubens Kochkunst die zugegebenermassen deutsch ist - wurde etwas relativiert als wir den Partyteil des Landes erreichten.

Wir sind halt schon etwas gesetzter, koennen es aber durchaus nachvollziehen das man mit Anfang 20 (manchmal auch u20) extra von Bielefeld, Birmingham oder Bordeaux nach Australien kommt um wochenlang mal richtig Party zu machen. So gibt es in den meisten Hostels eine Trinkerlaubnis auf drei Etagen aber auf die Sauberkeit wird offensichtlich keinen grossen Wert mehr gelegt - man kann sich ja einiges schoen trinken. Aber nicht nur im Hostel ist man zugedroehnt, selbst unsere Kollegen auf dem Feld zueckten dreimal am Tag das Pfeifchen vielleicht um das Geschreie vom Chef besser ertragen zu koennen ;-).

Dennoch moechten wir nicht auf diese Erfahrung verzichten, denn wo auf der Welt kann man bei 18$ Stundenlohn zwischen Weinpflanzen stehen und es huepft ab und an mal ein Kaengeruh vorbei? Oder kann den Kakadus lauschen, die sich immer zum Arbeitsbeginn versammeln, sich dann fuer den Tag trennen und puenktlich zum Feierabend eine Abschlussrunde bilden.

Herrlich die Tiere, solange sie nicht von den Menschen gefuettert wurden. Warum? Ich erklaer es anhand eines Beispiels - wir haben ja auch einen Bildungsauftrag. Wir wollten an einem schoenen Aussichtspunkt fruehstuecken. Fuer diesen Zweck hatte jemand auch tolle Tische mit Baenken aufgestellt. Nun kamen die kleinen niedlichen Papageien und setzen sich an den Tisch und bettelten um Futter und wurden so aufdringlich das wir unser Fruehstueck ins Auto verlagern mussten. Was war passiert? Menschen hatten die kleinen niedlichen Dinger solange gefuettert bis sie sich daran gewoehnten und nun anfangen mit betteln. Ist doch nicht schlimm? Doch es ist schlimm, denn die angefuetterten nun nervigen Tiere werden in naher Zukunft getoetet werden muessen damit sie die Touristen nicht mehr nerven. Weiterhin vertragen die meisten Tiere unser kuenstlich hergestelltes Essen sowieso nicht und koennen auch daran sterben..Wenn Ihr also wahre Tierliebhaber seit, fuettert Ihr keine wilden Tiere, sondern freut Euch, wenn Ihr eines aus der Ferne erblicken koennt. Und das gilt weltweit ;-)

Aber zurueck zum eigentlichen Thema. Wir verlassen Australien mit gemischten Gefuehlen, landschaftlich meist eintoenig, jedoch faszinierend, einzigartige Tierwelt, nette Menschen, einfaeltige Arbeitskollegen, 156.000 deutsche Backpacker letztes Jahr, man muss waehlen gehen da man sonst 50$ Strafe zahlen muss, eine Menge Menschen die wir vor allem bei der Arbeit trafen sassen schon wegen Koerperverletzung im Gefaengnis (weshalb es auch keine Glasflaschen in den Kneipen und Diskotheken gibt) und und und..was jedoch feststeht wir genossen am meisten die Zeit bei Dagmar, bei Wolfgang und Ruben und den Moment wo Katja uns am Flughafen ueberraschte. Ausserdem waren wir ziemlich gluecklich mit unserem mobilen Haushalt-Auto also unserem Holden Apollo, die Essenseinladung von Stubi&Annett per Brief, baden im Little Crystal Creek um 8:30Uhr am Morgen und (hab ich schon die Tiere erwaehnt?) und natuerlich den..DEN WARAN!

Jetzt aber Schluss hier..DANKE Australien!

Bis bald,

Eure Bine verbunden mit Gruessen von Markus

PS: Wann wir wiederkommen? Nachdem wir Vietnam, Kambodscha, Thailand und Laos gesehen haben, jedoch noch dieses Jahr..

Zusammenfassung Australien

schoenster Ort:
B: Little Crystal Creek
M: Mission Beach

Highlight:
B: Waran, der Brief von Annett und Stubi
M: Platypus, Essen gehen dank Annett und Stubi

nicht schoen:
B: das Trink- und Kiffverhalten der Australier und Backpacker, ueberfahrene Kaengeruhs an den Strassen
M: zuviele Deutsche

bestes Essen:
B&M: Dagmars Hackbraten, Rubens gefuellte Paprikaschote, Rubens Nudelsalat, Rubens Geschnetzeltes, Riverland Lammrippe

must see:
B: Little Crystal Creek, alle Tiere die in Australien leben
M: Platypus, Sydney, Tasmanien

Arbeitsstage: 28

verdient: 6356 AUS$ (4500Euro)

von Bine adoptierte Hunde: Molly, Bundy, Trooper, Bonnie, Hannah, Bella, Ted und natuerlich PENNY

gelernt:
Das es Baumkaengeruhs gibt.

Fotos Australien Part3

Samstag, 21. August 2010

Bioexkurs


Wir hätten euch gern noch ein Schnabeltier (Platypus) gezeigt aber leider schwamm uns keines vor die Linse. Neben dem Echidna ist das ein weiteres verrücktes Tier hier. Quasi eine Mischung aus Ente, Bieber und Otter. Und dazu noch eierlegendes Säugetier mit Giftstachel. Wo gibts denn sowas?

img

Sonntag, 15. August 2010

Neue Fotos

Da wir momentan fleissig arbeiten gibt es grad nix interessantes zu berichten. Hier aber zumindest ein paar neue Fotos.

Fotos Australien Part II

Montag, 26. Juli 2010

Unterkunft die Dritte

Nicht das Ihr denkt wir müssten nun für Wochen in einem Schuppen leben…Wir sind nun 600km südlicher und da ist es leider etwas frischer in der Nacht. Mit der Zusage hier für 6Wochen arbeiten zu können, leisten wir uns gerade diese, zugegeben nicht ganz so günstige, Unterkunft :

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Ordnungsgemaess fuer Unverheiratete: Einzelbetten..

IMGP9694

Die Mikrowelle wuerde ich (Bine) gerne gegen den Holztisch aus dem Schuppen oder einen Ofen eintauschen ansonsten ist es super..

Habt eine schoene Woche!

Bine + Markus

Dienstag, 20. Juli 2010

Unterkünfte die Zweite (by Bine)

Wo waren wir? Ach ja: …standen 2min später vor einem Haus mit vergitterten Fenstern und Hundegebell (bei Tony).

Keine Ahnung warum wir nicht das Taxi zurückfgerufen haben. Weitere Minuten später befand ich mich auf einem durchgesessenen, armlehne-abgewetzt-und-abgebrochen, altersschmuddeligem Sessel, in einer Wohnung mit 50 leeren Bundabergschnapsflaschen, neben einem “Cousin” und Tony, eingehüllt in einer dicken Rauchwolke und hörte mich sagen “Essen? Nein danke..Ein BIER? Oh ja gerne!” Nicht, dass ich unbedingt trinken wollte, ich dachte einfach nur “vielleicht kann man es sich ja schön trinken” (ich glaube selbst Markus hat darüber nachgedacht, mit Bier trinken anzufangen, aber Tony rettete ihn mit einer Bundabergschnaps-Cola-Mischung). Später war ich sogar so gut drauf (nein es ist bei EINEM Bier geblieben), dass ich Nenas 99Luftballons zu Tonys Gitarrenbegleitung gesungen habe. Morgens – glücklich noch zu leben und alle Wertsachen immernoch zu besitzen (keine Sorge Mutti so schlimm war es nicht, vielleicht doch..keine Ahnung wir LEBEN!) - weckte mich Markus mit den Worten “los bloss raus hier!”

Hier ein Bild von unserem nächtlichen Lager:

IMGP9048

Wie sagte Tony so schön ”es ist nicht das Hilton” (mir hätte schon das Etapp gereicht).

Sorry Tony, Deine Wohnung ist schlimm!

Dich und Deine Gastfreundschaft mochte ich sehr! Ich hoffe, dass Du Deinen Traum von der Deutschlandtour verwirklichen wirst!

Nach Tonys Musikerhalde, mietete uns Markus freiwillig wieder für ein paar Tage ins Partyhostel ein.

Da wir jedoch momentan nicht gerne in Städten sind, da es laut und zu teuer ist, sich die ganzen Irren in Städten ansammeln und ich ausserdem immer neue Klamotten haben will, wollten wir einfach nur raus. Ausserdem brauchten wir langsam mal einen Job, da uns das Geld auszugehen schien.

Bahn, Bus, Mitfahrgelegenheit, alles grosser Mist (zu teuer, zu unflexibel, zu unsicher)..wir wollten ein Auto! Und wie es manchmal im Leben ist: Nach einer Durststrecke hatten wir richtig Glück und sahen unser Auto auf einem Aushang. Es war Liebe auf den ersten Blick als er dann “in echt” vor mir stand. Nach etwas handeln mit Hanka, da wir den geforderten Betrag nicht aufbringen konnten, einer Nacht drüber schlafen und Probe fahren, gehörte er mir/uns..(Danke Hanka, dass Du Dich für uns entschieden hast!)

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”Kleiner Apollo Holden” heisst er und ist weiss. Mit ihm kam unglaublich viel Nützliches z.B. Geschirr, Kocher, Besteck, Decken, Campingstühle, ein Schneidebrett! (über was man sich nach 15 Monaten so freuen kann), Wäscheklammern, ein Zelt, ein Schlafsack und sogar Arbeitssachen. Man kann sogar in Apollo schlafen, denn eine Matratze ist auch dabei..

Ja und da wir nun auch Arbeitssachen hatten, haben wir nach einwöchiger Suche und Ortswechsel auch einen Job gefunden. Wir arbeiten mal wieder auf einem Weinberg dieses Mal sind es jedoch Tafeltrauben also welche zum Essen (aber leider sind gerade keine Trauben dran). Ausserdem haben wir drei Tage lang tausenden Besuchern einer “Agrarshow” (also ein grosses Ereignis fuer die Bauern hier) einen Stellplatz zugewiesen. Es gab sogar ein Arbeitsoutfit! und Walkie-Talkie und so sah ich dann aus:










Aber zurück zum Thema dieses Berichtes Unterkünfte.

Da wir ja immer irgendwie bei unseren Arbeitskollegen wohnen (falls das schon mal wem aufgefallen ist), dachten wir dieses Mal, ziehen wir doch diesmal gleich beim Chef ein. Und da wohnen wir nun. Im Zelt im Schuppen, mit einem super Holztisch, einem kleinen Regal, einem Kühlschrank, einem Wasserhahn, vier Hunden, neun Pferden, einer Katze, einem Enter (der beschlossen hat hier zu leben), 2 weintrinkenden rauchenden Franzosen/innen, 3 biertrinkenden rauchenden Italienern/innern und 6 Sudanern (die wir aber nie sehen)..

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Es geht uns gut! Und ich (Bine) habe meine kurze Heimwehphase (also nach Familie und meinen richtigen Freunden) auch überlebt..ja ich vermisse Euch auch wenn ich das fast nie schreibe..

Damit kommen wir zum letzten Punkt für heute:

Kommentare oder/und Mails mit Nachfragen oder “Ihr-vermisst-uns-Mitteilungen” sind immer er-und GEWÜNSCHT!

Winterliche Grüsse jedoch bei 25Grad aus Australien schicken Euch,

Bine und Markus

Unterkünfte einer Reise - verbunden mit einem dicken DANKE an alle Erwähnten (by Bine)

Ihr fragt Euch bestimmt wie und wo wir immer so schlafen und da es grade super passt, stelle ich hier mal eine aufregende Sammlung zusammen..

WwOOFEN bei Dagmar in Tasmanien (Trice und Laschi habe ich Euch schon für den Kontakt gedankt? Nein? DANKE!)

Wo fang ich an? ICH LIEBE TASMANIEN!  Der erste Ort auf der Welt wo ich mir vorstellen kann zu leben! Und Dagmar ist da nicht ganz unschuldig dran.. Dagmar kam als kleines Kind per Boot (6Wochen) nach Australien, wohnt seit ein paar Jahren auf einem kleinen Berg mit einer wundervollen Aussicht auf die tasmanische See, in einem Haus, dass so ziemlich unseren Vorstellungen unseres Wunschhauses entspricht.

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Weiterhin hat sie Wallabies, Kakadus und Possums als morgendliche und abendliche (je nach Tier) Besucher und zwei Hunde (einen gabs im letzten Video zu sehen) mit ständigem Wohnsitz dort. Da wir in Tasmanien in unserem Zelt nachts fast erfroren wären ;-), hat uns Dagmar für ein paar Tage aufgenommen und mit einem richtigen Bett (in einer Art kleinem “Gartenhaus” mit Dusche und WC), richtigem sehr guten Essen und “Nichtstun müssen” VERWÖHNT und dass obwohl wir sie genötigt haben, um 4Uhr morgens mit uns die Niederlage von Australien gegen Deutschland anzuschauen..Ach ja ausserdem ist Dagmar die Mama von einem Künstler, dem Simon Pankhurst nämlich (wenn er aufgrund meiner Erwähnung mehr Geld ins Haus flattert, bin ich gerne bereit einen kleinen Obolus entgegenzunehmen ;-) ).

“Wenn wir schon nicht arbeiten, wollen wir wenigstens ordentlich essen” (oder so ähnlich) DANKE Dagmar! Wir haben die Reisepause sehr genossen..

Dann ging es aus dem “Busch” in den Grossstadtdschungel nach Sydney. Sydney hatte es leicht uns als gute Stadt willkommen zu heissen, da uns Freundin Katja (hat mit uns in NZ gearbeitet) am Flughafen überrascht hat (Katja, Du Verrückte, Du fetzt!!).

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Nachdem wir sie verabschiedet hatten, gings zu Wolfgang und Sohn Ruben ”couchsurfen”. Ruben (21) ist durch gutes Benehmen und Kochkunst direkt zu Lieblingsruben aufgestiegen.

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Bei den Beiden haben wir uns sofort wie zu Hause gefühlt  (ich liebe es wenn das Geschirr zu den Platzdeckchen passt!) und abends lagen wir gemeinsam auf dem Sofa und haben Fussball geschaut..so war das Stadtleben sehr gut ertragbar, konnte mir für einen Moment wieder vorstellen in Göttingen zu wohnen und ich wünschte Sydney wäre jetzt nicht 1000km entfernt..Wir überlegen gerade unsere Route wegen Euch zu ändern! Reicht das als DANKE!?

Nach Sydney sind wir mit dem Nachtzug nach Brisbane gefahren..man denkt, dass das Wort Nacht-Zug impliziert, ein Bett vorzufinden, jedoch weit gefehlt..dann lieber dt. Bahn (aber bitte ohne überkorrekte Schaffnerin und dafür mit funktionierender Klimaanlage). Es soll ja Leute geben, die sich ein preiswertes 2-Wochen-Ticket kaufen und dann ZWEI WOCHEN im Sitz-Zug schlafen, um sich die Hostelkosten zu sparen..keine Ahnung wie die das durchhalten..eeah Katja ne Dusche konnte ich übrigends auch nicht finden ;-)

In Brisbane haben wir dann erstmal ein paar Tage in einem dieser typischen Ostküste Partyhostels genächtigt (Pool, Kneipe, Kino, Alkoholdrinkerlaubnis auf mehreren Etagen, also so wie die Anzeige verspricht, nur die Mädchen in Unterwäsche die sich mit Kissen bewerfen werden wir nicht zu Gesicht bekommen) und dafür auch noch trotz runterhandeln horrende Raten zahlen müssen. Da uns das dann zu teuer wurde, dachten wir nach unserer positiven Cocusufingerfahrung an..genau kostenloses Couchsurfing. Also mit Sack und Pack auf zu Tony. Da es schon dunkel war, als wir nach 50 Minuten Busfahrt in Tonys Stadtteil ankamen, leisteten wir uns ein 5 Dollar –Taxi. Eigentlich hätten wir schon nach der Taxifahrt umdrehen sollen “dies ist keine Gegend in der man nachts rumrennen sollte”, aber wir wollten es scheinbar wissen (oder hatten einfach kein Geld mehr) und standen 2min später vor einem Haus mit vergitterten Fenstern und Hundegebell.

Wies weitergeht? Erfahrt Ihr morgen…

Eure Bine

Samstag, 17. Juli 2010

Alles weiss, nichts muss (by Bine)



Ich möchte an dieser Stelle richtig stellen (na das fängt ja schon gut an..Stelle stellen), dass wir eventuell dazukommen würden einen Text zu schreiben, Markus mir jedoch momentan keine guten Vorlagen bietet..aus diesem Grund versuche ich mal zu schauen, ob ich nicht was wiiirklich aufregendes über MICH zu berichten habe.

Hm..habt Ihr gesehen was ich für einen guten Einfluss auf die neuseeländische Nationalmannschaft hatte??? 1:1 gegen Italien! Und Italien hat Deutschland letztes Mal rausgeworfen..denkt mal drüber nach..und jetzt wollt Ihr bestimmt wissen wie ich das gemacht habe, wa? Ihr erinnert Euch an das Foto von Ricky und mir? Nach einem kurzen Plausch mit hochrotem Kopf (weil ich ja nicht mal wusste wer der Trainer von der Mannschaft ist und ich mir ein wenig blöd vorkam) habe ich zur Verabschiedung zu Ricky gesagt „Good luck..I mean...(kurze Pause, fettes Grinsen auflegen:) HAVE FUN!“ Hmjjjjaaaa..was soll ich sagen..Ricky steht jetzt sicher vor den Spielen immer vor seiner Mannschaft und sagt “Wir wollen doch das Mädel vom Flughafen nicht enttäuschen..also geht raus und HAVE FUN!”

Nach der Vorrunde war der Spass leider vorbei (hätten sie doch nur noch 1Tor geschossen), aber ich denke, das ist ok denn sie waren dabei - nach 28 Jahren - und sie nehmen die ersten 2 WM-Tore in der neuseeländischen Fussballgeschichte mit nach Hause und die Gewissheit in der Gruppe vor Italien gewesen zu sein :-)..Ricky hat seine 300 neuseeländischen Fans glücklich gemacht und mich zum Strahlen gebracht..

Oh Gott schon ein ganzer Absatz über neuseeländischen Fussball und dabei wissen die in Neuseeland nicht mal wie ein richtiger Fussball aussieht, da die immer mit einem Kaputten spielen (also so ein Ei) und den dann auch noch Rugby nennen..zwei Absätze..

Gut..Markus hat mir nun ein paar Stichworte gegeben zu denen ich was schreiben soll. Zunächst mal die Stichworte:

Tampons mit Alkohol

Worldcup

Sophie und Becky

Wallabie überfahren

Super..

Worldcup ist fertig..das mit dem Tampon kann er schreiben, dass ist mir zu blöd..

Sophie..SOPHIE *mit tief ausgeatmetem Seufzer und Herzchen*..das ist eine tolle Geschichte. Vor ca. 8 Monaten haben wir in einem Hostel in Peru 2 Stunden vor dem Verlassen des Hostels 2 englische Mädels kennengelernt: Becky und Sophie..Sophie hat eine sehr niedliche Zahnlücke, so dass Markus und ich gleichermassen von ihr angetan waren..sie ist einfach niedlich..wir fanden es sehr schade, dass die Beiden in die entgegengesetzte Richtung als wir fahren wollten, haben uns auch nicht getraut nach diesen kurzen 2h nach ihren Kontaktdaten zu fragen und wollten unsere natürlich nicht aufdrängeln. Und wie sagt man so schön? Man sieht sich immer zweimal im Leben. Acht Monate später fahren wir eigentlich nur aus *eigentlich weiss ich gar nicht warum wir da langgefahren sind und ich will die Geschichte auch etwas abkürzen* fahren wir über einen kostenlosen Campingplatz (ah wir waren bestimmt da weil er kostenlos war ;-)) und ich denke 'ich kenne das Gesicht' „MARKUS! Das ist die Freundin von Sophie! und da ist auch Sophie!“ Ja…dann bin ich hin, hab die Beiden gefragt ob sie es sind, sie haben mich entgeistert angeschaut, da Markus und ich scheinbar nicht so einen bleibenden Eindruck auf die Beiden hinterlassen haben ;-) und ja sie waren es! Das war wirklich verrückt! Diesen Abend haben wir dann zusammen an einem guten Feuer mit schlechtem Wein und ner Menge Possums verbracht…Ach und der tolle Sonnenuntergang den Ihr in den aktuellen Fotos seht, ist auch an diesem Abend entstanden, was ein Abend..Ja und Sophie ist immer noch zauberhaft und passt einfach richtig süss zur lustigen Becky…

Und damit kommen wir zum nächsten Stichwort. Es heisst Kausalität.

Als wir Eva und Sebastian in Lima (Peru) kennengelernt haben, gaben diese uns als Empfehlung in Arequipa ins Koala Hostel zu gehen. Im Koala Hostel lernten wir –> Sophie und Becky kennen, die uns wiederum den Tipp gaben a) einen Abstecher nach Bolivien zu machen (-> wo wir Florian kennen und lieben lernten) und empfahlen uns b) die Titikakaseetour, auf der wir –> Patricia und Andreas in unseren Freundeskreis aufnahmen, diese wiederum schrieben uns, dass wir bei –> Dagmar wwoofen sollten wenn wir in Tasmanien sind..das haben wir natürlich getan und sind um eine wertvolle Begegnung reicher (der Wohnwagen wird für Dich vorbereitet Dagmar!)..Da kann ich nur sagen: Danke Eva und Sebastian! :-)

Ich glaube ich sollte für den Moment mal zum Ende kommen..

Ob wir ein Wallabie überfahren haben? NEIN! Gott sei Dank nicht und ich hoffe das bleibt so. Leider werden scheinbar Hunderte von Wallabies und Possums jeden Tag Opfer des Strassenverkehrs…hm..das ist ein trauriges Ende für einen Text..Was können wir daraus lernen? Immer schön mässig fahren, ich könnte Euch entgegenkommen..

Es grüsst,

Eure Bine

@Mella: Endlich verstehe ich Deine Liebe zu Australien

@Christopher: Schoen das Du immer meine langen Texte liest und auch noch fragst wann es einen neuen gibt :-)

@Jens Müller: Ob Du meine Mails noch vor meiner Rückkehr beantwortest?

Mittwoch, 30. Juni 2010

Tschüss NZ

Schwupps, und schon waren 7 Monate Neuseeland vorbei.

Der Vollständigkeit halber hier noch die letzten “Highlights” der letzten 4 Wochen in Neuseeland.

Mit unserem repariertem Van ging es von Cromwell nach Christchurch, wo wir pünktlich ankamen um Tino und Ani am Flughafen abzuholen. Der Plan war nach 2 Tagen in Christchurch zum Mount Cook zu fahren. Der aufmerksame Blogleser mag sich erinnern, dass beim letzten Versuch zum Mount Cook zu fahren, unser Van sein Getriebe geschlachtet hat um uns davon abzuhalten. Diesmal wollte er ganz auf Nummer sicher gehen, dass wir definitiv nicht mit ihm dort hinfahren. Am Morgen vor der Abfahrt fuhr ich zur Werkstatt – ein inzwischen gut eingespieltes Prozedere – um untersuchen zu lassen, wo denn die neuen komischen unrunden Motorgeräusche herkommen. Nach kurzer Inspektion meinte der Mechaniker das da komische Abschleifspuren auf dem Zahnriemen sind oder anders – nicht gut.

Da wir so auf keinen Fall die Fahrt aufnehmen konnten, beschlossen wir kurzfristig den Van in der Werkstatt zu lassen und mit einem Mietwagen loszufahren.

Nach 2 Tagen mit Tino und Ani auf Achse teilte uns die Werkstatt telefonisch mit, dass die Ursache der Schleifspuren auf einen nicht korrekt ausgeführten Zahnriemenwechsel zurückzuführen sind, dass dies zu Beschädigungen an der Kurbelwelle geführt hat und die Reparatur (wieder einmal) mindestens 1000$ kosten wird. Oder kurz: überhaupt nicht gut.

Ich möchte unser unglaubliches Auto-Glück an dieser Stelle nochmal zusammenfassen:

Kaufpreis: 4000$

Erste Reparatur (Stossdämpfer, Getriebeölwannendichtung): 300$

Zweite Reparatur (Turbo): 300$

Dritte Reparatur (Elektronik Glühkerzen): 200$

Vierte Reparatur (neues Getriebe + abschleppen aus Twizel): 1200$

in Summe: 2000$.

Nun sollten es also erneut 1000$ werden. Es gibt Momente im Leben da muss man einfach mal sagen: grosse Kacke! Nachdem wir dreimal nicht schlau geworden sind war nun Schluss. Also verkauften wir unser trotzdem immernoch geliebtes Auto für 1000$ an einen Schrotthändler.

Gesamtverlust 5000$ (3000€).

Das tut doll weh.

Trotzdem haben wir versucht die letzten Wochen so gut wie es geht zu geniessen (dank Ani und Tino ist uns das auch gut gelungen) und uns darauf eingeschworen das in Australien alles besser wird. Aber weit gefehlt. Ich (Markus) habe mein Arbeitsvisum für Australien am Tag der Abreise aus Deutschland beantragt. Hintergrund: Ein Reise/Arbeitsvisum fuer Australien kann man nur zwischen 18 und 30 Jahren beantragen. Heisst es geht auch im 30sten Lebensjahr, heisst auch kurz vor dem 31sten Geburtstag, was bei mir kurz vor Abreise der Fall war. Ab Beantragung hat man dann ein Jahr Zeit einzureisen. Ich würde meine einzige Möglichkeit so ein Visa noch zu bekommen also maximal ausreizen. So fuhren wir also in die Welt hinaus und ich versuchte mir zu merken, dass ich vor meinem 32sten Geburtstag in Australien sein muss. Als der Tag der Abreise nach Australien nun näher rückte nahm ich mir mein Visa zur Hand. Mit grossem Schock musste ich dort nachlesen, dass mein Visaantrag am 16.4.2009 bewilligt wurde, so dass ich spätestens bis zum 15.4.2010 in Australien hätte einreisen müssen. Gelesen habe ich diese Zeile am 20.5.2010 - etwas drüber also…

Nach einigen Runden im australischen Visabüro in Auckland stand fest: a) nix mehr mit Arbeitsvisum und b) dass meine einzige legale Möglichkeit ins Land einzureisen darin bestünde, ein kostenpflichtiges 6-monatiges Touristenvisa (3 Monate ging nicht, da Abflug aus Australien bereits für 4 Monate später gebucht war) zu beantragen. So bin ich nun als Touri in Australien und Bine muss doppelt so viel arbeiten ;-)

Zusammenfassung Neuseeland

schönste Fahrstrecke:
B&M: TeAnau –> Milford Sound

schönster Ort:
B: Cathys Terasse, Moreaki Boulders und Cape Reinga
M: Cathys Terasse, Colts n Fillets Backpackers Hamilton

Highlight:
B: Als ein Kea von einem Aussichtspunkt in ein Tal geflogen ist, die tausenden Glühwürmchen, Hubschrauberflug zum Mount Cook
M: Danni und Ian, an vielen Orten zum zweiten Mal zu sein

nicht schön:
B: die überfahrenen Possums, unfähige Automechaniker und dadurch kaputtes Auto
M: zuviele Deutsche

bestes Essen:
B: Ani’s Essen und meine Pfannekuchen
M: alles was Bine zu kochen gelernt hat

must see:
B: Mount Egmont
M: Mount Egmont, Riesenbaum Lord of the Forrest, Wald, Auckland, Queenstown, Stingray Bay

Arbeitsstage: 87

verdient: 16583,21 NZ$ (9200€)

von Bine adoptierte Hunde: Jess, Jed, Timmy, Poppy

Werkstattbesuche: 5

Lebend gesehene Possums: 0
Gesehene überfahrene Possums: unzählbar

gelernt:
"Am Ende wird alles gut, ist es nicht gut, ist es nicht das Ende"

Mittwoch, 23. Juni 2010

Australien – die ersten 4 Wochen

Neue Texte sind längst überfällig, nur irgendwie kommen wir nicht dazu. Vielleicht geben einige Fotos auch schon ein paar Eindrücke wieder.

Gruesse aus Brisbane,

Bine und Markus

Fotos Australien Part I

Sonntag, 23. Mai 2010

Down under

Gestern abend sind wir um 20Uhr australischer Zeit in Melbourne gelandet und Ihr werdet nicht erraten wer mit uns geflogen und gelandet ist:

Die neuseeländische Fussballnationalmannschaft, die “All Whites” , die übrigens nach –ich glaube 28Jahren- mal wieder bei der WM vertreten sein werden.

Und da Fussball in Neusseland so populär wie Synchronschwimmen in Deutschland ist, standen sie ganz bescheiden mit uns am Gepäckband und haben auf ihre Fussballschuhe gewartet..

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So sehen übrigends Ricki Herbert, Trainer der neuseeländischen Nationalfussballmannschaft und ich nach 4h Flug mit 2h Jetlag aus ;-)

Und weil er so nett war, hat er mir noch eine kleine Nachricht fuer meinen fussballbegeisterten Lieblingsneffen Luis geschrieben..

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Ich drück die Daumen fuers morgige Spiel gegen Australien..

Sonnige Grüsse,

Bins

PS: Und nochmal auf diesem Wege…

Alles liebe zum Geburtstag Bruderherz :-)

Sonntag, 25. April 2010

Abschied aus Cromwell

Nach 3 Monaten in Cromwell mit einem Job und 2 Monaten mit Haus, Mitbewohnerin (Monika), Garten, Hund, Katze, neugewonnen Freunden und zahlreichen Autoreparaturen – also ein richtiges zuhause, sind wir nun wieder unterwegs. In den nächsten dreieinhalb Wochen werden wir mit Tino & Ani, die uns besuchen, beide Inseln durchqueren, bevor es am 22.Mai von Auckland nach Melbourne, Australien geht.

Danni & Ian - we love and we gonna miss you, but it’s ok cause we’ll see you on your wedding 2013 or in Canada or in Asia or in Alaska or wherever... Lucky lucky you!

Monika – payslip day wont be the same without you. Thanks for EVERYTHING!

Timmy and Smootch - thanks for being a dog and a cat

Katja und Koen - ja ne, is noch frisch… aber es scheint als werden wir Euch auch vermissen


Fotos der letzten Wochen findet Ihr hier

Freitag, 23. April 2010

Geburtstagsgeschenk für Hubert

Freitag, 16. April 2010

365 Tage

Jaaaaaaaaa schon ein Jahr.

1Jahr. Hört sich voll lang an. Ging aber schnell rum.
Nun wollten wir eigentlich ein schönes Video basteln sind aber beim Durchsehen all der Bilder und Videos hängengeblieben. Daher haben wir erstmal einige unveröffentliche Videoschnipsel aneinandergeklebt. Hoffen habt Spass dran!

Kleiner Youtube-Tipp für einen ruckelfreies Videovergnügen für diejenigen mit einer langsameren Internetverbindung: Auf den Pause Knopf drücken und warten bis das Video vorgeladen (der rote Balken rechts angekommen) ist und dann erst abspielen.


Sonntag, 4. April 2010

Frohe Ostern!

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Einen wunderschön-sonnigen Tag wünschen,

Bine & Markus